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Tutorial: Variablen

Variablen und der richtige Umgang mit Ihnen sind im Programmieralltag von überragender Bedeutung. Deshalb finden Sie hier eine Aufzählung der wichtigsten Aspekte rund um die Variablen-Deklaration, die Datentypen und alles was Sie im Umgang damit wissen sollten.

I. Aufbau und Syntax der Variablen-Deklaration

Im Folgenden finden Sie eine Liste wichtiger Anweisungen, sowei Hinweise zur Deklaration von Variablen und die entsprechende Syntax:

Option Explicit Grundsätzlich gilt in jedem Modul und in jeder Form etc. sollte ein "Option Explicit" stehen. Es wird führend in den Deklarationsteil eingegeben und bewirkt, das Visual Basic überprüft, ob alle Variablen deklariert sind. Ist dies nicht der Fall, erscheint eine Meldung. Dies ist nicht nur der Übersichtlichkeit zuträglich, sondern verbessert auch die Leistung Ihrer Anwendung durch die genauere Deklarierung.
Dim
Mit der Anweisung Dim ist es möglich eine Variable zu deklarieren, dabei ergibt sich folgende Syntax Dim Variable [([Indexbereich])][As [New] Datentyp]. Zwingend erforderlich ist hierbei nur die Angabe des Namens der Variable. Durch Angabe eines Indexbereiches können Sie aus der Variable ein Array bilden und mit New können Sie eine neue Instanz erstellen. Unter Datentyp können Sie optional einen Datentyp angeben, sollten Sie dies nicht tun, verwendet Visual Basic standardmäßig den Datentyp Variant. Beachten Sie, dass alle mit Dim deklarierte Variablen nur eine lokale Gültigkeit haben und nicht global gelten.
Private
Die Anweisung Private ist theoretisch konform mit der Anweisung Dim, denn Sie verwendet die selbe Syntax und hat auch sonst keine zusätzlichen Eigenschaften. Jedoch sollten Sie aus Gründen einer schönen Codeführung stets zu Private an Stelle von Dim greifen, da so die lokal Beschränktheit (etwa auf das jeweilige Modul) deutlicher wird.
Public Mit der Anweisung Public können Sie im Gegensatz zu Private oder Dim eine Variable global, dass heißt für das komplette Projekt deklarieren, dabei ist die Syntax zu den zwei bereits bekannten Anweisungen kompatibel.
Static
Auch die Anweisung Static hat eine zu Dim äquivalente Syntax, jedoch mit dem Unterschied, das eine Variable die mit Static deklariert wurde Ihren Wert auch denn behält, wenn die aktuelle Funktion oder Prozedur verlassen wird. Daraus läst sich ebenfalls erkennen, dass Static nicht global gültig ist.
ReDim [Preserve]
Mit der Anweisung ReDim können Sie die Obergrenze eines Variablenindexes neu setzen. Dies kann sehr praktisch sein, wenn Sie Daten über einen längeren Zeitraum sammeln wollen und nicht bereits zu Beginn viele hundert Variablenfelder deklarieren wollen. Gerade in diesem Zusammenhang sind die Anweisungen LBound(Variable) und UBound(Variable)
von nahezu unschätzbarem Wert. Denn LBound liefert Ihnen die Untergrenze Ihres Variablenindexes und im UBound dem entsprechend die Obergrenze. Zu beachten ist auch hier, dass ohne Verwendung des Schlüsselwortes Preserve sämtliche Daten gelöscht werden, wenn Sie den Indexbereich neue definieren.
Option Base 0/1
Diese Anweisung bewirkt nichts weiter, als dass alle definierten Arrays mit einer Index Untergrenze von 0 oder von 1 beginnen. Im Allgemeinen ist es jedoch stilistisch besser und der Übersicht mehr zuträglich, wenn die Indexbereiche explizit definiert werden, zum Beispiel: Private Monate (1 to 12) As String.


II. Weiterführendes zu der Variabelendeklaration und den Datentypen

Bei der Wahl der Variabelennamen gibt es einiges zu beachten, damit Sie keine Fehlermeldung erhalten und Ihren Code sauber und übersichtlich gestalten können. Zum einen darf der Variablenname nicht länger als 255 Zeichen lang sein und zum anderen muss er mit einem Buchstaben beginnen. Der Name an sich darf aus Zahlen und Buchstaben so wie den Sonderzeichen „_“ (Unterstrich) bestehen. Außerdem sollten Sie vermeiden Variablen den selben Namen zu geben, wie ihn beispielsweise Visual Basic Funktionen tragen, etwa.: Private Do As Integer.

Nachdem Sie nun so viel über die Deklaration und die Gültigkeit gelesen haben, möchte wir Sie auch nicht länger auf die Folter spannen, hier nun alle Visual Basic Datentypen (die Sie als User direkt deklarieren können), mit ihrem entsprechenden Wertebereich:

Boolean
0 (False) und –1 (True)
Byte
0 bis 255
Integer (%)
-32.768 bis +32.767
Long (&)
-2.147.483.648 bis +2.147.483.647
Single (!)
-2,402823 * 1038 bis –1,401298 * 10-45 und 1,401298 * 10-45 bis 3,402823 * 1038
Double (#)
-1,79769313486232 * 10308 bis 4,94065645841247 * 10-324 und 4,94065645841247 * 10-324 bis 1,79769313486232 * 10308
Curreny (@)
-922.337.203.685.477,5808 bis 922.337.203.685.477,5807
Date
1. Januar 100 bis 31. Dezember 9999
String ($)
Zeichenketten in der Länge von 0 bis 2 * 109
Variant
Jeder numerische Wert im Bereich einer Double-Variable oder auch jeder String


III. Erstellung eigener Datentypen bei Verwendung der Type Anweisung

Ein weiterer Aspekt der Variabelendeklaration ist das Erstellen eigener Datentype unter Zuhilfenahme der Type Anweisung. Dabei kann es sich auch um Arrays handelt. Grundgedanke ist es, eine Variable eignen Typs zu erstellen und etwa verschiedene Datentypen in einen "Obertyp" zu integrieren. Dies dient zum einen der Übersichtlichkeit und kann auch enorm praktisch sein um kompleye Strukturen abzubilden. Die Syntax ergibt sich wie folgt:

[Private / Public] Type DatentypeName
     Variable1 [([Indexbereich])][As [New] Datentyp]
     Variable2 [([Indexbereich])][As [New] Datentyp]
     Variable3 [([Indexbereich])][As [New] Datentyp]
     ...
End Type

Nun haben Sie Ihren eigenen Datentyp erstellt und können diesen nun wie jede andere Variable deklarieren, zum Beispiel:

Privte NeueVariable As DatentypeName

Wenn Sie Ihre neue Variable nun aufrufen werden Sie feststellen, das Visual Basic Ihnen automatisch eine Liste mit allen Unterpunkten zur Verfügung stellt, die in Ihrem Datentype enthalten sind.


IV. Funktionen zur Umwandlung des Datentyps

Von Zeit zu Zeit kann es notwendig werden einen vordefiniten Datentyp zu ändern. Zum Beispiel wenn Sie versuchen würden den Inhalt zweier Textboxen zu addieren etwa so: Ergebnis = Text1.Text + Text2.Text, so wäre das Ergebnis wenn in beiden Textboxen die Zahl 2 steht 22! Lautet der Code jedoch wie folgt Ergebnis = CLng(Text1.Text) + CLng(Text2.Text), so wird Ihnen Visual Basic als Ergebnis anstandslos die Zahl 4 präsentieren.

Die im Folgenden beschriebenen Funktionen funktionieren alle nach dem selben Schema, der Ihnen übergebene Ausdruck, wird in den angegebenen Datentyp umgewandelt. Natürlich ist dies nur beschränkt möglich. So wird es Ihnen zum Beispiel nicht gelingen den String „Hallo Welt!“ in den Datentype Long umzuwandeln.

CBool (Ausdruck) Boolean
CByte (Ausdruck) Byte
CInt (Ausdruck) Integer
CLng (Ausdruck) Long
CSng (Ausdruck) Single
CDbl (Ausdruck)
Double
CCur (Ausdruck)
Currency
CDate (Ausdruck)
Date
CStr (Ausdruck)
String
CVar (Ausdruck)
Variant

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